Netzwerken in Europa
Landauer Bürgerkonvent zum Thema Ehrenamt
Von Mara | in AG-Neuigkeiten | am 08.05.2011
 
 
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An diesem Wochenende fand in Landau das europäische Bürgerkonvent zum Thema Ehrenamt statt. 60 Freiwillige aus ganz Europa nahmen an Vorträgen und Workshops teil und sahen Kurzfilme zum Thema. Die Teilnehmerliste der Konferenz war spannend und bunt. Hugo Ramen aus Belgien z.B.: ein 68 jähriger Belgier, der Generalsekretär des 1956 in Paris gegründeten Europäischen Lehrerverband AEDE (Association Europeenne des Enseignants), der ehrenamtlich viel Zeit und Geld aufwendet um den Austausch zwischen Lehrern voranzutreiben. Agnes Uhereczky, eine junge Ungarin, die in Brüssel für die Association of Voluntary Service Organisation – AVSO – tätig ist und spannende Projekte in der ganzen Welt unterstützt. Frau Dr. Rosario Costa-Schott, die in München die “FreiWilligenManagement ConSult Beratung & Fortbildung & Projektmanagement” gegründet hat nahm genau so an dem Bürgerkonvent teil, wie Pavel Turchaninov, ein Journalist aus Weißrussland. Die Arbeitsprache der Konferenz war Englisch.
Dr. Frank Heuberger von der rheinlandpfälzischen Staatskanzlei hielt seinen Vortrag „The European Union and Volunteering, why bother?“ Hier kam deutlich zutage wie unterschiedlich die Mentalität der Europäer eigentlich ist. In Italien zahlt niemand Mitgliedsbeiträge , während es in den skandinavischen Ländern fast niemanden gibt, der nicht zumindest in einem Verein Beiträge zahlt.
Frank Burgdörfer, Vorsitzender der „citizien of europe“ hielt einen launigen Vortrag über Ehrenamt & Motivation, der mehr Fragen aufwarf als er beantwortete. Er diente als Grundlage für die späteren Workshops. Eine Frage war „the darkside of volunteering“ – gibt es sie und wie sieht sie aus? Selbst wenn jemand nur ein Ehrenamt ausübt – und möglicherweise auch noch ohne wirklichen Bezug zum Thema – weil er sich berufliche Vorteile und ein höheres Einkommen davon verspricht : ist das zu verurteilen?
Jeder von uns hat ein sehr persönliches Bedürfnis für volunteering . Verantwortlich hierfür sei der persönliche Hintergrund, die Bildung und die Dinge, die wir in unserem bisherigen Leben erfahren haben.
Der Workshop zu dem ich eingeladen war hieß „ volunteer and development.“ 18 Leute aus ganz Europa und eine Journalistin aus Hongkong , die für ein volunteer Magazin arbeitet, diskutierten 3 Stunden lang zu diesem Thema . Interessant an der Runde war u.a., dass auch junge Leute aus Mazedonien, Moldawien, Rumänien dabei waren.
Die Ergebnisse aller Workshops werden in einem „Landauer Memorandum“ zusammengefasst .
Der Samstag stand dann unter dem Motto „ Tag der Vereine“. Neben den Landauer Vereinen stellten sich auch einige europäische Vereine vor.
Wir hatten das Glück, dass mit „Citizen of Europe“ auch Eddy Corthouts von der Plan AG Leuwen in Belgien nach Landau gekommen war. Er unterstützte uns an diesem Tag tatkräftig am Stand. Abwechselnd auf Englisch, Niederländisch und Deutsch stellte er interessierten Europäern Plan , deren Arbeit und die Ziele vor. Es war spannend zu hören wie unterschiedlich die Arbeit der Plan AG’s in Belgien und in Deutschland ist. Ein wirklich fruchtbarer Austausch. Jeder von uns hat viel vom anderen gelernt und auch vieles über Plan gehört, das er vorher nicht wusste. Wir werden auf jeden Fall in Kontakt bleiben . . . der Gedanke an ein europäisches Netzwerk hat auch uns erfasst – wir blicken auf ein wirklich außergewöhnliches Wochenende zurück






























Hallo Mara,
was für ein tolles Wochenende mit so vielen Einblicken! Mich hast du mit einigen Hinweisen ganz neugierig auf mehr gemacht.
Eine grundsätzliche Frage: Wie kam denn dieser Konvent überhaupt nach Landau?
Na, jedenfalls wünsche ich dir noch lange positive Nachwirkungen der dort gewonnenen Erkenntnisse und des Austauschs!
Liebe Grüße,
Claudia
Ja Claudia – es war wohl eher Zufall, dass der Konvent in Landau stattfand. Die beiden Veranstaltungen, die der Vorbereitung dienten fanden im November in Brügge und im Februar in Budapest statt.
Landau wurde ausgewählt, weil es Universitätsstadt und trotzdem überschaubar ist
Hallo liebe Mara,
welch’ eindrucksvoller Artikel über eine wahrlich außergewöhnliche Veranstaltung.
Vielen Dank, dass wir durch Deine anschaulichen Ausführungen daran teilhaben dürfen.
Da hat es ja mit dem Austragungsort genau die richtigen AG’ler getroffen – weltoffen und engagiert, wie DU halt bist.
Weiterhin viel Erfolg und Freude beim “Europäischen Gedanken”
wünscht Dir
Edeltraud
Liebe Mara,
ich freue mich sehr, dass deine Vorfreude auf das Bürgerkonvent von deiner Freude, die einem aus deinen Zeilen ja geradezu “entgegenspringt” noch übertroffen wird. Das muss ja echt eine klasse Veranstaltung gewesen sein.
Ich wusste gar nicht, dass es in Belgien auch Plan-AGs gibt und bin gespannt darauf, bald mehr darüber zu hören…
bis dahin liebe Grüße
Chris
Liebe Mara,
schön, dass der Konvent ausgerechnet in Landau
veranstaltet wurde und mit Dir eine würdige und kompetente PLAN-AG-Vertreterin vor Ort war.
Ich freu mich, dass Du dieses Wochenende genießen konntest und somit weitere wichtige Kontakte pflegen wirst.
Ich bin gespannt ….
Liebe Grüße von Susanne
Liebe Mara !
Schön,dass du durch den Konvent wieder viele interessante Menschen kennenlernen konntest. Toll,dass du ausgewählt wurdest und bei so einem wichtigen Event dabei warst.
liebe Grüße Sylke